Monthly Archives: Oktober 2011

Post vom freundlichen Inkassobüro

Heute morgen bekam ich wieder Post von dem freundlichen Inkassobüro – natürlich wieder per eMail – als Reaktion auf mein Schreiben von gestern.

Da ich das wieder mal ganz bemerkenswert finde, wollte ich das der Allgemeinheit nicht vorenthalten:

Laba diena, Klausai,

Kadangi esate individualios įmonės, įsisteigusios Lietuvoje savininkas, aš preziumuoju, kad suprantate lietuviškai.

Taigi(1), analogiškas laiškas yra išsiųstas Jūsų įmonės registarcijos adresu, (von mir geändert: Strasse, Hausnummer), Utena, Lietuva. Jeigu dar negavote, tai greitu laiku gausite. Noriu Jus įspėti, kad iki šios dienos “Šilko spalvos” nėra padengusios įsiskolinimo UAB “Baltnetos komunikacijos”. Jei artimiausiu metu nesumokėsite skolos, mes busime priversti paviešinti Jūsų įmonę spaudoje, pranešti(2) valstybinėms institucijoms, bankamas ir lizingo bendrovėms.

(Abschlußfloskel und Name)

Übersetzen wir das mal in Deutsch:

 

Guten Tag, Klaus.

Da Sie ein Unternehmen in Litauen haben, gehe ich davon aus, daß Sie auch Litauisch verstehen.

Und so(1) erhalten Sie einen Brief, der an Ihre Unternehmensadresse (meine Adresse), Utena, Litauen, geschickt wurde. Fall Sie den noch nicht erhalten haben, sollte er in Kürze eintreffen. Ich will Sie warnen, daß das Unternehmen “Šilko spalvos” die Schulden beim Unternehmen UAB “Baltnetos komunikacijos” nicht beglichen hat. Falls in näherer Zeit die Schulden nicht gezahlt werden, sehen wir uns gezwungen, Ihr Unternehmen bei Presse, Behörden, Banken und Leasingunternehmen zu veröffentlichen(2).

Taigi(1): Sehr umgangssprachlicher Slang. Bedeutet soviel wie: “So, Freundchen”.

pranešti(2): Bedeutet nicht Fakten veröffentlichen, sondern einseitig/subjektiv zu berichten. Also Negativwerbung.

 

Na das ist doch mal ne sportliche Ansage:

Das Inkassounternehmen wird sich an die Presse und die Behörden wenden??? (Warum habe ich keinen Facepalm-Smiley?)

Ja, da bitte ich doch drum – dann muß ich nicht alles alleine machen!

Die haben immer noch nicht kapiert, daß ich ja gerade ein Gerichtsverfahren anstrebe, damit ich die tolle UAB “Baltnetos komunikacijos” mal so richtig reinreiten kann.

Und wenn ich mit denen fertig bin, werde ich mit dem freundlichen Inkassobüro weitermachen…

Da haben sich ja genau die beiden richtigen gefunden^^

 

Und hier geht weiter mit Part 2: “Alle Brieftauben tot?” oder “Wie man sich von Jolanta einen Anschiß einhandelt”

Balt.net und das Inkassobüro

Sodele.

Heute hat mich ein freundliches Inkassobüro aus Vilnius angemailt – ja. Nicht per Brief angeschrieben. Einfach angemailt. – und die wollten 466 Litas haben, weil ich die ja angeblich Baltnetas schulden würde.

Das ist nicht viel: 466 Litas sind grade mal 135 EUR. Aber hier gehts ja ums Prinzip, ich bin ein deutscher Quadratschädel und nicht die Melkkuh litauischer Drückerfirmen.

Seltsam nur, daß mir der Direktor der Aussenstelle in Kaunas einige Tage zuvor anschrieb und mir noch über 3.000 Litas in Rechnung stellte.

Wieder einmal weiß keiner was er tut und sagt, aber das hindert ja nicht daran eMails an meine diversen eMailadressen zu versenden.

Nun ja. Ich werde diesem angeblichen Inkassounternehmen erstmal untersagen eMails an mich zu versenden, Dafür gibt es strafbewehrte Unterlassungsklagen.

 

So far – so good. Ich werde natürlich nicht sachbezogen auf diese eMail reagieren, da sie nicht ausreichend legitimiert sind – ein eMailheader reicht einfach nicht für mich aus – tut mir schröcklich leid, Jungs.

Da müsst Ihr dann wohl echt zu Gerichte zieh’n und da den Schwanz einzieh’n. (Toll gereimt übrigends)

 

Da ich ja ein netter Mensch bin und da Deutsch eine europäische Amtssprache ist, hab ich dem netten Herrn vom Inkassobüro mal auf Deutsch geantwortet:

Sehr geehrter Herr K.,

vielen Dank für Ihre eMail.
Da wir nicht nachprüfen können, ob diese eMail von Ihnen stammt, möchten wir sie um eine schriftliche Bestätigung per Post bitten.
Nur so können wir uns sicher sein, das die gesendete eMail von Ihnen stammt.
Desweiteren möchten wir Sie in Kenntnis setzen, das weitere Kommunikation per eMail nicht erwünscht, nicht zur Kenntnis genommen und mit einer kostenbewehrten Unterlassungserklärung verfolgt werden wird.

Sie erreichen uns uns unter unserer Ihnen bekannten Firmenadresse per Post.

Sollte auf diese eMail keine postalische Kommunikation innert 10 Tagen erfolgen, haben Sie sicherlich Verständnis dafür, dass wir Ihre eMail-Domain an diverse Blacklist-Betreiber melden.

Mit freundlichem Gruß,
xxxx

 

Und hier gehts weiter mit: Post vom freundlichen Inkassobüro